Falle im Netz – Unseriöse Aufsperrdienste

VOR Magazin meldet: Derzeit werben unseriöse Unternehmen mit ihren Aufsperrdiensten auf Google. Um nur 7 Euro werden Türöffnungen versprochen und am Ende macht die Rechnung oft viele hundert Euro aus. Wer sich weigert diese utopischen Beträge zu bezahlen, wird bedroht.

Jedem von uns ist es schon ein passiert: Wir haben den Schlüssel verloren oder in der Wohnung liegen gelassen. Die meisten Betroffenen googeln nach einer schnellen Lösung, stoßen auf Schnäppchenofferte und tappen in die Falle.So ist es auch einer Kundin aus Wien passiert, welche eine Beschwerde an die WKW richtete. Ihr wurde eine fantasiereiche Summe von 1.685 EUR verrechnet. Ein seriöses Unternehmen hätte nur einen Bruchteil verlangt. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Firmen Schlösser absichtlich beschädigen um sie dann überteuert ersetzen zu können.

Laut Polizei-Pressestelle ist eine Drohung nach § 107 StGB eine Straftat. Wer jemanden gefährlich bedroht um ihn in Furcht zu versetzen, muss mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe rechnen. Leider lange diesbezüglich bei der Behörde zu wenig ein, sodass es noch kein Thema sei. „Vermutlich wollen die meisten eingeschüchterten Geschädigten nicht riskieren, dass Drohungen wahr gemacht werden und zahlen deshalb lieber die geforderten Summen um die Betrüger ehest wieder los zu werden“, meint Susanna Neuwirth von der Wiener Landesinnung für Metalltechnik. Sie betreut die Hotline des Kuratorium für Einbruchschutz und Objektsicherung (KEO) und erhält an manchen Tagen mehrere Beschwerden dieser Art.